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Metrics directory

Appendix A of the German book, in full: an overview of around 140 metrics and detailed entries for the metrics of a service leadership. The entries are in German.

Every detailed entry has its own address, so a single definition can be linked from inside a company. The overview follows the path of a contact, as the book’s chapters do.

Steuergrößen

verändern sich, wenn jemand etwas anders macht. Erreichbarkeit gehört dazu. Sie taugen als Ziel.

Beobachtungsgrößen

beschreiben einen Zustand, den man nicht direkt ansteuert. Die Kontaktrate je Kunde gehört dazu. Sie taugen als Anlass zu einer Frage.

Rechengrößen

dienen einer Entscheidung. Die Vollkosten je Kontakt gehören dazu. Als Ziel taugen sie nicht: Wer sie zum Ziel macht, bekommt kürzere Gespräche und mehr Wiederholanrufe.

TelefonChatBriefMaschineOutbound Die Kanäle sagen, wo eine Größe erhoben wird; Maschine steht für Sprach- und Chatbot und Self-Service. alle Kanäle heißt: je Kanal getrennt führen und nie über Kanäle mitteln. kanalunabhängig heißt: die Größe hat keinen Kanalbezug.

B Betrieb T Team P Person. Jede Zahl gehört auf eine Ebene; eine Zahl auf einer zu tiefen Ebene richtet Schaden an, Kapitel 22 des Buches begründet das. Die Formelspalte nennt Zähler und Nenner in Kurzform, die letzte Spalte die Zahl, die daneben stehen muss, oder die Falle beim Rechnen.

Die Übersicht

142 Größen in 15 Bereichen

Geordnet nach dem Weg eines Kontakts, so wie die Kapitel des Buches. Jede Kennzahl, die allein steht, wird optimiert; erst das Gegenstück verhindert das.

Zugang und Erreichbarkeit

11 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Service Level, ErreichbarkeitTelefonChatangenommen innerhalb der Schwelle / angeboten × 100Bauf angenommene gerechnet misst er nur die Wartezeit der Durchgekommenen; Abbruchquote daneben
Mittlere AntwortzeitTelefonChatSumme der Wartezeiten / angenommene AnrufeBverbirgt den langen Rand, deshalb nie allein
Wartezeit im oberen BereichTelefonChatneunzigstes Perzentil der WartezeitBdie eigentliche Kundensicht
Längste Wartezeit im IntervallTelefonChatMaximum der Wartezeit je IntervallBEinzelfall, taugt zur Aufsicht und nicht als Ziel
AbbruchquoteTelefonChatabgebrochen / angeboten × 100Bjede Schwelle im Zähler senkt den Wert; Rohzahlen vor und nach dem Ausschluss zeigen
Abbrüche vor der SchwelleTelefonAbbrüche unter der Schwelle / alle Abbrüche × 100Bkurze Versuche sind meist keine Störung; Technikfehler und Ansage prüfen
BlockierrateTelefonbesetzt abgewiesen / Anwahlversuche × 100Bfehlt fast überall und erklärt fehlendes Volumen
Anteil Intervalle im ZielTelefonChatIntervalle im Ziel / alle Intervalle × 100Bentlarvt Monatswerte aus Extremen
RückrufquoteTelefonzugesagte Rückrufe / angebotene Anrufe × 100BEinlösequote danebenstellen
Einlösequote des RückrufsTelefoneingelöste / zugesagte Rückrufe × 100Beine gebrochene Zusage wiegt schwerer als Warten
Anteil außerhalb der ServicezeitTelefonChatVersuche außerhalb / alle Versuche × 100BAnlass für die Zugangsentscheidung

Bearbeitung

12 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Bearbeitungszeitalle Kanäle(Gespräch + Halten + Nachbearbeitung) / VorgängeB TErstlösung; als Personenziel schädlich
GesprächszeitTelefonSumme Gesprächszeit / angenommene GesprächeBTeilgröße, allein nicht steuerungsfähig
HaltezeitTelefonSumme Haltezeit / angenommene GesprächeB Tzeigt fehlende Auskunft, kein Fehlverhalten
NachbearbeitungszeitTelefonChatSumme Nachbearbeitung / VorgängeB TVollständigkeit der Dokumentation
WeiterleitungsquoteTelefonChatweitergeleitet / angenommen × 100B Tsagt mehr über das Routing als über Menschen
Anteil erneuter ErzählungTelefonChaterneut erzählt / weitergeleitet × 100Bmisst Kontextverlust, wird kaum erhoben
Erstreaktionszeit schriftlichBriefSumme (erste Antwort − Eingang) / NachrichtenBeine schnelle Zwischennachricht löst nichts
Durchlaufzeit schriftlichBriefSumme (Abschluss − Eingang) / abgeschlossene VorgängeBnur Abgeschlossene im Nenner; Stichtag nennen, Alter der offenen daneben
Rückstand als VerspätungBriefSumme Verspätung / offene und erledigte VorgängeBStückzahlen bewegen niemanden
Alter des ältesten VorgangsBriefMaximum der LiegezeitBzeigt den Bodensatz, den Mittelwerte verbergen
WiedervorlagequoteBriefwiedervorgelegt / abgeschlossen × 100BVorgänge, die nur verschoben wurden
Anteil dokumentierter Gründealle Kanälemit Kontaktgrund / abgeschlossen × 100B TVoraussetzung für alles in Teil 2

Chat und Messaging

7 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
ErstantwortzeitChatZeit bis zur ersten Antwort / eröffnete DialogeBdie späteren Pausen zählen genauso
Mittlere AntwortpauseChatSumme der Pausen / Antworten im DialogBein schneller Start und dann Stille ist kein Service
Abbruch vor der ersten AntwortChatAbbrüche davor / eröffnete Dialoge × 100Bentspricht dem Abbruch in der Warteschleife
Abbruch nach DialogbeginnChatAbbrüche danach / begonnene Dialoge × 100Beigene Zahl, weil andere Ursache
ParallelitätChatSumme der Dialogzeiten / Zeit im ChateinsatzBdrei Dialoge sind keine dreifache Leistung
DialogdauerChatSumme (Abschluss − Eröffnung) / abgeschlossene DialogeBnicht mit der Bearbeitungszeit verwechseln
Nachrichten je DialogChatNachrichten / abgeschlossene DialogeBbei maschinellen Dialogen die Aufwandsgröße

Technik und Verfügbarkeit

7 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Verfügbarkeit aus Kundensichtalle Kanäleverfügbare Minuten / Öffnungszeit × 100Bdie volle Funktion zählt, nicht der laufende Server
Verfügbarkeit der Arbeitsplätzekanalunabhängigverfügbare Platzminuten / (Öffnungsminuten × Plätze) × 100Bwartet die Kraft, wartet der Kunde mit
AntwortverzögerungTelefonChatSumme der Verzögerung / InteraktionenBim Telefonat schwerer als die Antwortqualität
Routing-Genauigkeit, technischTelefonChatrichtig geroutet / geroutet × 100Btrifft der Weg das vorgesehene Ziel
Routing-Genauigkeit, KundensichtTelefonChatrichtig gewählt / Selbstzuordnungen × 100Bwählt der Kunde im Menü, was er meint
FehleskalationsquoteTelefonChatunnötig eskaliert / eskaliert × 100BVorgänge, die die erste Stelle hätte lösen können
Ausfallminuten je Vorfallalle KanäleAusfallminuten / VorfälleBdie Verteilung sagt mehr als die Jahresquote

Outbound: ausgehende Kontakte und Kampagnen

12 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Erreichung im EinzelanrufOutbounderreicht beim ersten Versuch / Datensätze × 100Bsagt für sich wenig über die Kampagne
Erreichung nach allen VersuchenOutbounderreicht / verarbeitete Datensätze × 100Bder Abstand zur ersten Zahl ist die Auskunft
Versuche je erreichter PersonOutboundWählversuche / erreichte PersonenBder Grenznutzen fällt mit jedem Versuch
Anteil nie erreichter DatensätzeOutboundnie erreicht / alle Datensätze × 100Bdie Gruppe, über die niemand spricht
Anteil ungültiger RufnummernOutboundungültig / alle Datensätze × 100BQualität der Leadquelle, nicht der Mannschaft
Abarbeitungsgrad der ListeOutboundverarbeitet / alle Datensätze der Liste × 100Balle Pflichtdatensätze gehören in den Nenner
Rückstand der ListeOutboundoffene Datensätze / TagesleistungBdie ausgehende Entsprechung des Rückstands
AbschlussquoteOutboundAbschlüsse / geführte Gespräche × 100Bnicht auf die Gespräche mit Angebot rechnen
Abschlüsse je ArbeitsstundeOutboundAbschlüsse / eingesetzte StundenBhohe Quote bei wenigen Gesprächen ist teuer
Einlösequote der ZusageOutboundeingelöst / erhaltene Zusagen × 100Beine Zusage ist noch kein Ergebnis
Anteil der NichtantritteOutboundNichtantritte / vereinbarte Termine × 100Bsteigt, wenn im Gespräch gedrängt wird
Gründe für die AbsageOutboundAbsagen je Grund / Gespräche ohne ZusageBdas wertvollste Feld der Kampagne

Lösung und Wirkung

12 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Erstlösung, gemessenalle Kanäleohne Folgekontakt / Erstkontakte × 100Beine Näherung: kein Folgekontakt heißt nicht gelöst; Zeitfenster, Kanalgrenze und Fallverknüpfung festlegen
Erstlösung, selbst eingeschätztTelefonChatals gelöst markiert / Vorgänge × 100Bliegt regelmäßig über der gemessenen
Wiederkontakt binnen sieben Tagenalle Kanälemit Folgekontakt / Erstkontakte × 100Bdie ehrlichere Fassung der Erstlösung
Wiederkontakt zum selben Anliegenalle Kanälegleicher Grund / Erstkontakte × 100Bbraucht die Kontaktgrund-Architektur
Eskalationsquotealle Kanäleeskaliert / angenommen × 100BEntscheidungsrechte aus Kapitel 5
Beschwerdequotealle KanäleBeschwerden / alle Kontakte × 100Bhängt an der Definition, was als Beschwerde zählt
Lösungsquote je Kontaktgrundalle Kanälegelöst / Kontakte des Grundes × 100Bzeigt, wo die Ausbildung fehlt
Abwehrquote im Self-ServiceMaschineohne Kontakt beendet / begonnen × 100Babgewehrt ist nicht gelöst
Abschlussquote im Self-ServiceMaschineabgeschlossen / begonnen × 100BAbbruchpunkte danebenstellen
Abbruchpunkte im Self-ServiceMaschineAbbrüche je Schritt / begonnen × 100BRohmaterial für Kapitel 9
Vermeidbarer Anteil der Nachfragealle Kanälevermeidbare Kontakte / alle Kontakte × 100Bsteigt, wenn die Auswertung besser wird
Kontaktrate je Kunde und Jahralle KanäleKontakte im Jahr / KundenverträgeBBeobachtungsgröße, kein Ziel

Das Urteil der Beteiligten

12 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Zufriedenheit mit der Interaktionalle Kanäleobere Stufen / abgegebene Antworten × 100B TRücklaufquote getrennt berichten
Anteil schlechtester Bewertungenalle Kanäleunterste Stufe / abgegebene Antworten × 100BAnzahl daneben, damit jede gelesen wird
Rücklaufquotealle KanäleAntworten / versendete Befragungen × 100Bunter fünf Prozent erst Fallzahl und Antwortverzerrung prüfen
WeiterempfehlungkanalunabhängigFürsprecher minus Kritiker in ProzentpunktenBeine Beziehungsgröße, keine Interaktionsgröße
Aufwand aus Kundensichtalle KanäleMittel der AufwandsbewertungBpasst besser zum Service
Zufriedenheit je Kontaktgrundalle Kanäleobere Stufen / Antworten des Grundes × 100Bzeigt, wo die Unzufriedenheit sitzt
Zufriedenheit nach der MaschineMaschineobere Stufen / Antworten dieser Vorgänge × 100Bgegen denselben Wert bei Menschen
Zufriedenheit über die Kettealle Kanäleobere Stufen / Antworten zur Kette × 100Bgutes Gespräch, langer Vorgang
Zufriedenheit mit Self-ServiceMaschineobere Stufen / Antworten dazu × 100Bbraucht eine eigene Frage
Zufriedenheit der Mitarbeitendenkanalunabhängigobere Stufen / Antworten × 100B Tgehört neben die Fluktuation
Unzufriedenheit der Mitarbeitendenkanalunabhängigunterste Stufe / abgegebene Antworten × 100Bdie aussagekräftigere Hälfte
Zufriedenheit des Auftraggeberskanalunabhängigobere Stufen / Antworten × 100Bnur bei ausgelagerter Arbeit

Qualität

7 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Fehler in den PflichtpunktenTelefonChatVorgänge mit mindestens einem Fehler / geprüfte Kontakte × 100B T Pträgt auf Personenebene nur bei ausreichender Zufallsstichprobe und kalibrierten Prüfenden; eine der zwölf
Beobachtungen im ErmessensteilTelefonChatVorgänge mit mindestens einer Beobachtung / geprüfte Kontakte × 100B Twird gezählt und nicht bepunktet; Kapitel 24 begründet, warum
Kalibrierabweichungkanalunabhängigmittlere Abweichung der Prüfenden vom ReferenzurteilBohne sie misst die Bewertung die Strenge der Prüfer
PrüfumfangTelefonChatgeprüfte / alle Kontakte × 100Bkleine Stichprobe ergibt ein breites Intervall
Befunde mit Folgehandlungkanalunabhängigmit Handlung binnen 14 Tagen / Befunde × 100B Tentscheidet über Wirkung und wird kaum erhoben
Einhaltung der PflichtangabenTelefonChatvollständig / geprüfte Kontakte × 100B T Pobjektiv prüfbar; personenfähig bei ausreichender Stichprobe
Geprüfte maschinelle ZusagenMaschineim Fachsystem gebucht / geprüfte Zusagen × 100Bprüft, ob ankam, was zugesagt wurde

Kapazität und Planung

7 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Forecast-Genauigkeit je IntervallTelefonChatFehler: Mittel von |ist − plan| / ist × 100; Genauigkeit = 100 minus FehlerBauf Monatsebene heben sich Fehler auf; Intervalle mit null Kontakten ausschließen oder gewichtet rechnen
Forecast-Genauigkeit ArbeitsmengeBriefFehler: Mittel von |ist − plan| / ist × 100, auf Kontakte mal BearbeitungszeitBwichtiger als die Kontaktzahl; Fehler in Menge und Bearbeitungszeit können sich aufheben
Verkehrswert je IntervallTelefonChatKontakte × Bearbeitungszeit / IntervalldauerBin Erlang, die Besetzung liegt darüber
Bedarf je IntervallTelefonChatErlang C aus Verkehrswert und ZielBAufschlag für Abwesenheit erst danach
Produktive Stunden je Kraftkanalunabhängig(Vertrag − Abwesenheit) × produktiver AnteilBdie Basis jeder Kostenrechnung
BesetzungsgradTelefonChatanwesende / benötigte Kräfte je Intervall × 100BÜber- und Unterbesetzung getrennt führen
Einhaltung des Schichtplanskanalunabhängigplankonforme Zeit / geplante Zeit × 100B Tmisst Verlässlichkeit, nicht Leistung

Steuerung und Belastung

7 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Utilizationkanalunabhängig(produktiv + verfügbar) / Anwesenheit × 100Bhoch heißt oft: Schulung und Coaching gestrichen
OccupancyTelefonChatproduktiv / (produktiv + verfügbar) × 100Büber 85 Prozent nicht dauerhaft tragbar
Geplanter Schwundkanalunabhängiggeplante Nebenzeiten / bezahlte Zeit × 100BSchulung und Coaching sind darin enthalten
Ungeplanter Schwundkanalunabhängigungeplante Ausfälle / bezahlte Zeit × 100Bsteigt bei Überlastung, deshalb Frühindikator
ReservequotekanalunabhängigReservekräfte / benötigte Kräfte je Intervall × 100BNenner ist der Bedarf, nicht die bezahlte Zeit wie beim Schwund
ÜberstundenanteilkanalunabhängigÜberstunden / Vertragsstunden × 100B Tzeigt, ob die Planung trägt
Intervalle mit EingriffTelefonChatIntervalle mit Eingriff / alle Intervalle × 100Bviele Eingriffe sind ein Planungsbefund

Menschen

11 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Fluktuation gesamtkanalunabhängigAbgänge im Jahr / mittlerer Bestand in Köpfen × 100B Tohne Befristete verbirgt sie die Hauptgruppe
Fluktuation in neunzig TagenkanalunabhängigAbgänge binnen 90 Tagen / Einstellungen mit abgelaufenen 90 Tagen × 100Bein großer Teil der Abgänge des ersten Jahres fällt hierhin (Kapitel 18); jüngere Einstellungen zählen noch nicht
Anteil selbst gekündigtkanalunabhängigEigenkündigungen / alle Abgänge × 100Btrennt Auswahlfehler von Bindungsproblemen
KrankheitsquotekanalunabhängigKrankheitstage / Vertragstage × 100B TAnlass zu einer Frage, kein Urteil über Personen
Zeit bis zur ArbeitsfähigkeitkanalunabhängigTage bis zum bestandenen Nachweis / EinstellungenBnachgewiesen, nicht als Termin im Kalender
Bestehensquote der Einarbeitungkanalunabhängigbestanden / Prüfungen × 100Bohne Nachweis weiß niemand, wer arbeitsfähig ist
Schulungs- und CoachingzeitkanalunabhängigStunden Schulung und Coaching / Anwesenheit × 100B Tmisst eine Voraussetzung, kein Ergebnis
Coachinggespräche je Kraftkanalunabhängiggeführte Gespräche / Kräfte im MonatTgeplante Gespräche zählen nicht
Zeit bis zur BesetzungkanalunabhängigTage bis zur Besetzung / besetzte StellenBlangsame Auswahl kostet die guten Bewerber
Bewerbungen je EinstellungkanalunabhängigBewerbungen / EinstellungenBBeobachtungsgröße für den Arbeitsmarkt
Anteil offener Stellenkanalunabhängigoffene / Sollstellen × 100Berklärt sonst rätselhafte Erreichbarkeitswerte

Unterstützende Prozesse

9 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Besetzung der Anforderungenkanalunabhängigfristgerecht besetzt / angefordert × 100Bpünktlich besetzt, nicht irgendwann besetzt
Bestehen dreißig Tage danachkanalunabhängigbestanden / Absolventen × 100Bmisst die Schulung, nicht die Menschen
Verbleib nach drei Monatenkanalunabhängignoch da / Einstellungen des Monats × 100Btrennt Auswahlfehler von späteren Ursachen
Aktualität des Wissensbestandskanalunabhängigaktuell / geprüfte Einträge × 100Bein veralteter Eintrag wirkt wie ein falscher
Anteil erfolgloser Suchenkanalunabhängigohne Treffer / Suchvorgänge × 100BLücke, Tippfehler oder fehlendes Synonym; erst lesen, dann zählen
Berichte pünktlich geliefertkanalunabhängigpünktlich / vereinbarte Berichte × 100Bbei ausgelagerter Arbeit ein eigener Streitpunkt
Fehlerquote in Berichtenkanalunabhängigfehlerhaft / gelieferte Berichte × 100BGutschriften auf Rechnungen sind Qualitätskosten
Meilensteine pünktlichkanalunabhängigerreicht / geplante Meilensteine × 100Bnur den Starttermin zu messen misst nichts
Bearbeitungszeit interner AnfragenkanalunabhängigZeit bis zur Lösung / interne TicketsBwartet die Kraft, wartet der Kunde

Kosten

11 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Vollkostensatz je StundekanalunabhängigGesamtkosten / produktive StundenBRechengröße, kein Ziel
Kosten je Kontaktalle KanäleVollkostensatz × Bearbeitungszeit / 3600Bauf Anwesenheitsstunden gerechnet zu niedrig
Kosten je gelöstem Anliegenalle KanäleKosten je Kontakt × Kontakte je AnliegenBdie Division durch die Erstlösungsquote rechnet zu hoch
Kosten je Kunde und JahrkanalunabhängigGesamtkosten / KundenverträgeBbewegt sich mit Ursachen, Kostenbasis und Kundenzahl; Kontaktrate daneben
Kosten je Kontaktgrundalle KanäleKontakte des Grundes × Kosten je KontaktBGrundlage jedes Gesprächs mit anderen Abteilungen
Vermeidbare Nachfrage in Euroalle KanäleKontakte × Anteil × Kosten je KontaktBServicekosten sind der kleinere Teil
Nacharbeit außerhalb des Servicekanalunabhängigfehlerhafte Vorgänge × Kosten je NacharbeitBsteht in keiner Servicerechnung und ist oft größer
Anlaufkosten je neuer KraftkanalunabhängigSchulungskosten + entgangene LeistungBLohn in der Schulung nicht doppelt zählen; die Anlaufkurve entscheidet, nicht der Kurs
Kosten je AbgangkanalunabhängigAnlaufkosten + NachbesetzungskostenBGrundlage jeder Bindungsentscheidung
Personalanteil an den KostenkanalunabhängigPersonalkosten / Gesamtkosten × 100BStrukturgröße für den Vergleich über Jahre
Anteil externer Bearbeitungkanalunabhängigextern bearbeitet / alle Kontakte × 100BGrundlage für Kapitel 33

Maschinelle Bearbeitung

9 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
AutomatisierungsgradMaschinemaschinell bearbeitet / alle Kontakte × 100Bin Anbieterangaben fehlt oft der Nenner
Abschlussquote der MaschineMaschineohne Übergabe beendet / angenommen × 100Bmisst die Übergabe, nicht die Lösung; im Bericht als Abschluss ohne Übergabe führen
Misslungene BuchungenMaschineohne Eintrag / geprüfte Zusagen × 100Bjede fehlende Buchung ist eine falsche Zusage
ÜbergabequoteMaschineübergeben / vom System angenommen × 100Bniedrig ist ohne Wiederkontakt kein gutes Zeichen
Kontextverlust bei ÜbergabeMaschineerneut erzählt / übergeben × 100Bmisst, ob der Kunde noch einmal anfangen muss
Wiederkontakt nach der MaschineMaschinemit Folgekontakt / maschinelle Abschlüsse × 100Bgegen denselben Wert bei Menschen
Zeit übernommener VorgängeMaschineBearbeitungszeit / übernommene VorgängeBliegt über der frisch begonnener Vorgänge
Kosten je maschineller LösungMaschinePlattformkosten / maschinelle LösungenBnur die Plattform; Integration, Betrieb, Aufsicht und Übergaben kommen dazu
Anteil gekennzeichneter DialogeMaschinegekennzeichnet / maschinelle Dialoge × 100Brechtliche und Vertrauensfrage

Steuerung eines Dienstleisters

8 Größen
KennzahlKanäleFormelEbeneGegenstück oder Falle
Abweichung je Kennzahlkanalunabhängigerreicht minus vereinbart, in Richtung des ZielsBaus der gemeinsamen Quelle, nicht aus zwei Berichten; erreicht durch vereinbart kehrt sich bei Minimierungszielen um
Anteil Intervalle im ZielTelefonChatIntervalle im Ziel / alle Intervalle × 100Bverhindert das Mitteln über gute und schlechte Tage
Anteil strittiger Fällekanalunabhängigstrittig / Abrechnungsfälle × 100Bsteigt, wenn Entlastungsgründe fehlen
Abzug oder AufschlagkanalunabhängigAbzug in Euro / Vertragsvolumen × 100Bsiehe die Rechnung in Kapitel 35
Fluktuation am StandortkanalunabhängigAbgänge dort / Bestand dort × 100Bdie aussagekräftigste Zahl vor einer Vergabe
Arbeitsfähigkeit beim PartnerkanalunabhängigTage bis zum Nachweis / Einstellungen dortBbestimmt, wie schnell er eine Spitze trägt
Anteil weitervergebener Arbeitkanalunabhängigweitervergeben / Vertragsvolumen × 100Bder Kunde sieht einen Anbieter, dahinter mehrere
Auftraggeber je MannschaftkanalunabhängigAuftraggeber / MannschaftenBgeteilte Mannschaften erklären schwankende Werte
Die ausführlichen Einträge

20 Kennzahlen mit Formel, Nenner und Fallen

Für die zwölf Kennzahlen aus Kapitel 27 und die fünf aus Kapitel 32 stehen unten die vollständigen Einträge mit Formel und Zielwertlogik.

Was der Kunde erlebt

Zufriedenheit

alle Kanäle
Was der Kunde erlebt

Die Bewertung einer einzelnen Interaktion durch den Kunden, unmittelbar danach erhoben.

Zufriedenheit=Antworten auf den obersten Stufenalle abgegebenen Antworten×100
Nenner

Alle abgegebenen Antworten, nicht alle versendeten Befragungen. Die Rücklaufquote wird getrennt berichtet, weil sie das Ergebnis mitbestimmt.

Fallen

Wer die Befragungslogik ändert, verändert den Wert ohne jede Änderung im Betrieb. Wer nur nach gelösten Vorgängen fragt, misst die Lösung und nicht die Betreuung. Und eine Rücklaufquote unter fünf Prozent trägt erst dann eine Aussage, wenn Fallzahl und Auswahl geprüft sind: Wer antwortet, unterscheidet sich von denen, die schweigen.

Zielwert

Kein absoluter Wert taugt als Ziel, weil die Skala und die Auslösung den Wert bestimmen. Brauchbar ist die Bewegung gegen den eigenen Vormonat bei unveränderter Erhebung.

Unzufriedenheit

alle Kanäle
Was der Kunde erlebt

Den Anteil der ausdrücklich schlechten Bewertungen.

Warum getrennt

Zufriedenheit und Unzufriedenheit gegeneinander zu verrechnen verdeckt beide. Ein Betrieb mit vielen guten und vielen schlechten Bewertungen sieht in der Verrechnung aus wie einer mit lauter mittleren. Es sind zwei verschiedene Betriebe.

Fallen

Die unterste Stufe wird von einem Teil der Kunden für Ärger benutzt, der mit dem Gespräch nichts zu tun hat. Wer die Fälle nicht liest, hält das für Servicequalität.

Zielwert

Die absolute Zahl der untersten Bewertungen je Monat, damit jede einzelne noch gelesen werden kann.

Wartezeit im oberen Bereich

TelefonChat
Was der Kunde erlebt

Wie lange die Anrufer warten, die am längsten warten.

Nenner

Alle angenommenen Anrufe im Zeitraum. Abbrüche stehen in einer eigenen Zahl.

Fallen

Die mittlere Wartezeit verbirgt genau den Anrufer, um den es geht. Bei einem Mittel von zwanzig Sekunden kann ein Zehntel über zwei Minuten warten, und diese Anrufer schreiben die Bewertungen.

Zielwert

Abgeleitet aus der Zugangsentscheidung aus Kapitel 11. Wer keine Zugangsentscheidung getroffen hat, hat auch keinen begründeten Zielwert.

Erstlösung

alle Kanäle
Was der Kunde erlebt

Den Anteil der Anliegen, die im ersten Kontakt abschließend erledigt wurden.

Erstlösung=Erstkontakte ohne Folgekontaktalle Erstkontakte im Zeitraum×100
Zähler

Erstkontakte ohne Folgekontakt. Der Zähler übernimmt die drei Festlegungen aus der offenen Entscheidung unten: Ohne Zeitfenster, Kanalgrenze und Zuordnung zum Anliegen ist er nicht zählbar. Ein Folgekontakt zu einem anderen Anliegen nimmt dem ersten Kontakt seine Lösung nicht.

Nenner

Alle Erstkontakte. Ein Kontakt zählt als Erstkontakt, wenn ihm im gewählten Zeitfenster kein Kontakt desselben Kunden zum selben Anliegen vorausging.

Die offene Entscheidung

Es gibt keine einheitliche Messweise. Drei Größen müssen festgelegt werden. Das Zeitfenster, meist sieben Tage. Die Kanalgrenze, also ob ein Anruf nach einer E-Mail als Folgekontakt zählt. Und die Zuordnung zum selben Anliegen, die ohne Kontaktgrund-Architektur nicht möglich ist.

Fallen

Die häufigste Fassung ist die Selbsteinschätzung der bearbeitenden Person am Ende des Gesprächs. Sie liegt regelmäßig zehn bis zwanzig Punkte über der gemessenen. Wer beide Fassungen mischt, bekommt eine Zeitreihe ohne Bedeutung. Und die gemessene Fassung hat ihre eigene Grenze: Ein ausbleibender Wiederkontakt belegt keine Lösung. Der Kunde kann aufgegeben haben, sich an eine andere Stelle gewandt haben oder gewechselt sein. Deshalb steht neben dieser Zahl die Zufriedenheit und nicht nur der Wiederkontakt.

Zielwert

Nur gegen die eigene Historie bei unveränderter Messweise. Ein Vergleich mit fremden Werten ist ohne deren Definition wertlos.

Der Wiederkontakt

Er wird über dasselbe Beobachtungsmodell gerechnet: dasselbe Zeitfenster, dieselbe Kanalgrenze, derselbe Nenner. Dann sind Erstlösung und Wiederkontaktquote komplementär und ergeben zusammen hundert. Ein Vorgang, der als gelöst markiert und später wieder geöffnet wird, zählt als Wiederkontakt. Ohne diese Festlegung wandert er je nach Auswertung in beide Zahlen.

Modellbetrieb

71 Prozent, gemessen über sieben Tage und über alle Kanäle hinweg.

Was der Betrieb leistet

Erreichbarkeit

TelefonChat
Was der Betrieb leistet

Den Anteil der Kontakte, die innerhalb einer festgelegten Zeit angenommen wurden.

Erreichbarkeit=angenommen innerhalb der Schwelleangebotene Kontakte×100
Zähler

Angenommen innerhalb der Schwelle. Die Schwelle ist Teil der Definition und nicht des Ziels: Zwanzig Sekunden und dreißig Sekunden ergeben zwei verschiedene Kennzahlen, und wer sie verschiebt, hat die Zahl ausgetauscht und nicht verbessert. Angenommen heißt von einem Menschen angenommen; die Ansage und das Sprachmenü zählen nicht, sonst ist jeder Anruf in null Sekunden erreicht.

Nenner

Angebotene Kontakte, nicht angenommene. An dieser Festlegung hängt mehr als an jeder anderen im Verzeichnis. Wer auf angenommene Kontakte rechnet, lässt die Abbrecher aus dem Nenner fallen und beschreibt einen Betrieb, den kein Kunde erlebt hat.

Die zweite Festlegung

Ob Abbrüche unterhalb einer kurzen Schwelle aus dem Nenner fallen. Jede solche Schwelle hebt den Wert. Die ehrliche Fassung kennt keine.

Fallen

Ein Monatswert von achtzig Prozent kann aus zwanzig Tagen mit fünfundneunzig und zwei Tagen mit fünfzehn Prozent entstehen. Der Monatswert verbirgt beides. Deshalb wird auf Intervallebene gemessen und der Anteil der Intervalle im Ziel berichtet.

Zielwert

Folgt aus der Zugangsentscheidung und aus der Kostenrechnung. Die letzten Punkte sind wegen der Nichtlinearität aus Kapitel 12 die teuersten.

Modellbetrieb

Ziel 80 Prozent in 30 Sekunden, erreicht 74 Prozent im Jahresmittel.

Abbruchquote

TelefonChat
Was der Betrieb leistet

Den Anteil der Anrufer, die vor der Annahme auflegen.

Abbruchquote=abgebrochene Anrufeangebotene Anrufe×100
Zähler

Abgebrochene Anrufe, alle. Die verbreitete Ausnahme, Abbrüche unter fünf Sekunden nicht zu zählen, ist eine Entscheidung im Zähler, und sie senkt den Wert, ohne dass ein Kunde weniger aufgelegt hätte. Ebenso zählt der Abbruch im Sprachmenü, sobald der Anrufer eine Warteschlange erreicht hat.

Nenner

Angebotene Anrufe. Ohne Schwelle, ohne Abzug kurzer Abbrüche.

Fallen

Die Quote allein sagt nicht, ob der Anrufer aufgegeben hat oder erneut anruft. Sie gehört deshalb neben die Wiederkontaktquote. Und sie steigt mit der Wartezeit, aber nicht linear: Ab einer bestimmten Wartezeit bricht ein großer Teil auf einmal ab.

Zielwert

Ergibt sich aus der Erreichbarkeit. Ein eigener Zielwert daneben führt dazu, dass beide gesteuert werden und keiner stimmt.

Modellbetrieb

6,8 Prozent im Jahresmittel, also 25.000 von 366.000 angebotenen Anrufen. Der größere Teil davon fällt in den drei Spitzenmonaten an.

Rückstand als mittlere Verspätung

Brief
Was der Betrieb leistet

Wie weit die schriftlichen Kanäle hinter der Zusage liegen.

Warum nicht als Stückzahl

Dreitausend liegengebliebene Nachrichten bewegen niemanden. Drei Tage Verspätung bewegen jeden, der eine Zusage gegeben hat.

Die offene Entscheidung

Ein noch offener Vorgang hat keinen tatsächlichen Bearbeitungszeitpunkt. Für ihn wird die Verspätung bis zum Stichtag der Messung gerechnet. Ohne diese Festlegung entstehen zwei Zahlen, die sich nicht vergleichen lassen.

Fallen

Wer nur die abgeschlossenen Vorgänge rechnet, verbirgt den Bodensatz. Die ältesten Vorgänge werden zuletzt bearbeitet und fallen deshalb aus jeder Momentaufnahme.

Zielwert

Null. Die zugesagte Bearbeitungszeit ist die Fälligkeit und damit der Nullpunkt der Messung, nicht das Ziel der Verspätung. Wer keine Zusage gegeben hat, kann diese Zahl nicht führen.

Was danebengehört

Der Mittelwert allein verbirgt die Verteilung. Dazu gehören die Zahl der überfälligen Vorgänge, ihr Anteil am Bestand und das Alter des ältesten. Ein Mittelwert von zwei Tagen kann ein gleichmäßiger Rückstand sein oder ein sauberer Bestand mit dreißig sehr alten Fällen darin.

Bedarf je Intervall

TelefonChat
Was der Betrieb leistet

Wie viele Plätze in einem Intervall besetzt sein müssen, damit das Erreichbarkeitsziel gehalten wird.

Erster Schritt, der Verkehrswert

Verkehrswert=Kontakte×BearbeitungszeitIntervalldauer

Kontakte und Intervalldauer beziehen sich auf dasselbe Intervall, Bearbeitungszeit und Intervalldauer auf dieselbe Einheit. Der Wert wird in Erlang angegeben und sagt, wie viele Plätze belegt wären, wenn die Arbeit gleichmäßig hereinkäme. Für das Spitzenintervall des Modellbetriebs sind das 26,2 Erlang; Kapitel 12 rechnet es vor.

Zweiter Schritt, der Bedarf

Aus Verkehrswert, Bearbeitungszeit und Erreichbarkeitsziel rechnet Erlang C die Zahl der Plätze. Die Formel steht in jedem Planungswerkzeug und in frei zugänglichen Rechnern; Kapitel 12 nennt sie und zeigt eine durchgerechnete Tabelle zum Nachprüfen des eigenen Werkzeugs.

Reihenfolge

Der Aufschlag für Abwesenheit und nichtproduktive Zeit kommt danach und nicht davor. Erlang liefert besetzte Plätze. Von dort zur Vollzeitkraft führt die Division durch die produktiven Stunden.

Fallen

Erlang C unterstellt, dass niemand auflegt und jeder unbegrenzt wartet. Bei spürbarer Abbruchquote rechnet das Verfahren zu viele Plätze. Für diesen Fall gibt es Erlang X mit der Geduld als eigener Eingabe; für gemischte und mehrfach qualifizierte Arbeit rechnet eine Simulation.

Gegenprobe

Die Summe der Intervallbedarfe über das Jahr soll nah an der Jahresdivision liegen, beide auf die angebotenen Kontakte gerechnet. Im Modellbetrieb sind das 43,4 gegen 41,2 Vollzeitkräfte. Ein Abstand über zehn Prozent ist ein Befund, keine Kennzahl.

Zielwert

Keiner. Der Zielwert steht im Erreichbarkeitsziel, das in die Rechnung hineingeht. Die Handlungsschwelle liegt bei der Abweichung zwischen geplantem und tatsächlichem Bedarf, und sie gehört in die Tagessteuerung.

Modellbetrieb

383 Platz-Halbstunden am Tag bei 80 Prozent in 30 Sekunden, das Spitzenintervall mit 31 Plätzen.

Was die Arbeit taugt

Fehler in den Pflichtpunkten

TelefonChat
Was die Arbeit taugt

Den Anteil der geprüften Vorgänge, in denen mindestens ein Pflichtpunkt verletzt wurde.

Fehlerquote=Vorgänge mit mindestens einem Fehlergeprüfte Vorgänge×100
Zähler

Vorgänge mit mindestens einem Fehler, nicht die Zahl der Fehler. Zwei Verstöße im selben Vorgang zählen einmal, weil die Zahl sagt, wie viele Vorgänge den Kunden fehlerhaft erreicht haben. Was ein Fehler ist, entscheidet allein die Liste der Pflichtpunkte; ein Punkt, der dort nicht steht, kann keinen Fehler erzeugen, und wer die Liste ändert, beginnt eine neue Zeitreihe.

Was ein Pflichtpunkt ist

Eine Ja-Nein-Frage mit einer richtigen Antwort: Rechtliches, Pflichtangaben, Sachrichtigkeit, Dokumentation. Kapitel 24 grenzt sie gegen den Ermessensteil ab, der beobachtet und nicht bepunktet wird.

Warum nicht als Punktzahl

Ein Punktwert aus Pflicht- und Ermessensfragen rechnet einen Rechtsverstoß gegen einen unfreundlichen Einstieg auf. Beide Teile werden dadurch unbrauchbar.

Nenner

Die geprüften Vorgänge, nicht alle. Die Zahl ist damit eine Stichprobe, und ihre Genauigkeit gehört daneben. Bei 96 geprüften Vorgängen im Jahr und einem gemessenen Wert von 80 Prozent reicht das 95-Prozent-Intervall von 71 bis 87 Prozent. Das sind rund acht Punkte nach jeder Seite. Die Breite hängt dabei vom gemessenen Wert ab: Bei 95 Prozent reicht dasselbe Intervall von 89 bis 98 Prozent. Gerechnet nach Wilson, weil die einfache Näherung bei kleinen Zahlen und Werten nahe hundert Prozent unbrauchbar wird; Kapitel 24 zeigt die Reihe.

Gegenstück

Die Kalibrierabweichung der Prüfenden. Ohne sie misst diese Zahl, wie streng geprüft wurde, und nicht, wie gearbeitet wurde.

Ebene

Betrieb, Team und Person. Als einzige Qualitätsgröße trägt sie auf Personenebene, weil sie objektiv prüfbar ist. Der Prüfumfang muss dafür reichen; Kapitel 24 rechnet vor, ab wann.

Zielwert

Aus dem eigenen Haus. Ein Pflichtpunkt, der mit Rechtsfolgen verbunden ist, verträgt keine Quote über null. Für die übrigen ergibt sich der Wert aus dem, was ein Fehler kostet.

Was es kostet

Vollkosten je Kontakt

alle Kanäle
Was es kostet

Was ein Kontakt den Betrieb wirklich kostet.

Kosten je Kontakt=Vollkostensatz je Bearbeitungsstunde×Bearbeitungszeit in Sekunden3600
Der Vollkostensatz

Vollkostensatz je produktiver Stunde=Gesamtkosten des Betriebsproduktive Stunden aller Kräfte
Vollkostensatz je Bearbeitungsstunde=Vollkostensatz je produktiver StundeAuslastung

Für die Kosten je Kontakt gilt der zweite Satz, weil die Bearbeitungszeit nur die Zeit im Kontakt misst und die bezahlte Wartezeit dazwischen sonst unverteilt bliebe.

Nenner

Produktive Stunden, nicht Anwesenheitsstunden und erst recht nicht Vertragsstunden. Der Unterschied beträgt im Modellbetrieb rund vierzig Prozent.

Zähler

Gesamtkosten heißt: Personalkosten der bearbeitenden Kräfte, Personalkosten von Führung, Planung, Qualität und Training, dazu Sachkosten. Wer nur die erste Gruppe rechnet, kommt auf gut die Hälfte des richtigen Wertes; Kapitel 29 rechnet es vor.

Fallen

Die Bearbeitungszeit muss die Nachbearbeitung enthalten. Und der Wert je Kanal überrascht: Im Modellbetrieb ist der E-Mail-Kontakt teurer als der Telefonkontakt, weil er länger dauert.

Die Falle im Mischwert

Wer die Gesamtkosten durch alle Kontakte teilt, muss prüfen, ob im Zähler auch die Kosten aller dieser Kontakte stecken. Im Modellbetrieb bearbeitet ein Dienstleister 68.200 Anrufe, deren Kosten in der internen Kostensumme nicht enthalten sind. Der Nenner sind deshalb 551.800 und nicht 620.000 Kontakte, und der Wert 8,94 und nicht 7,95 Euro.

Zielwert

Keiner. Diese Zahl ist eine Rechengröße für Entscheidungen. Wer sie zum Ziel macht, bekommt kürzere Gespräche und mehr Wiederholanrufe.

Modellbetrieb

85 Euro je Bearbeitungsstunde, daraus 8,92 Euro je Telefonkontakt. Nicht 71 Euro je produktiver Stunde. Dieser Satz verteilt die Kosten auf die verfügbare Zeit, multipliziert wird aber mit der Bearbeitungszeit. Die Wartezeit dazwischen bliebe unverteilt.

Produktive Stunden je Vollzeitkraft

kanalunabhängig
Was es kostet

Wie viel Arbeitszeit einer Vollzeitkraft tatsächlich an Kontakten ankommt.

produktive Stunden=(VertragAbwesenheit)×Anteil

Vertrag steht für die Vertragsstunden, Anteil für den produktiven Anteil der Anwesenheit.

Die drei Stufen

Vertragsstunden, Anwesenheitsstunden, produktive Stunden. Jede Angabe muss sagen, welche Stufe gemeint ist. Kapitel 35 zeigt, wie teuer diese Unterscheidung in einem Angebot wird.

Fallen

Der produktive Anteil enthält Pausen, Schulung, Coaching und Besprechung. Wer ihn hoch ansetzt, um die Rechnung freundlich aussehen zu lassen, streicht damit rechnerisch die Entwicklung.

Zielwert

Keiner. Ein hoher Wert sagt vor allem, was gestrichen wurde.

Modellbetrieb

1.820 Vertragsstunden, 1.380 Anwesenheit, 1.104 produktiv, 938 bearbeitet.

Vermeidbare Nachfrage in Euro

alle Kanäle
Was es kostet

Was die Nachfrage kostet, die bei fehlerfreiem Ablauf nicht entstanden wäre.

vermeidbar in Euro=Kontakte×Anteil×Kosten je Kontakt

Anteil steht für den Anteil der Kontakte, die vermeidbar sind.

Nenner

Alle Kontakte des Zeitraums über alle Kanäle.

Der Anteil

Er wird aus der Kontaktgrund-Auswertung abgeleitet und nicht geschätzt. Ohne die Architektur aus Kapitel 7 ist diese Zahl eine Meinung.

Fallen

Die Servicekosten sind der kleinere Teil. Die Nacharbeit außerhalb des Service ist oft größer, steht aber in keiner Servicerechnung. Wer nur den Service rechnet, unterschätzt den Betrag erheblich.

Zielwert

Eine Richtung, keine Zahl. Die Zahl steigt, wenn die Auswertung besser wird, und das ist kein Rückschritt.

Modellbetrieb

38 Prozent der Kontakte sind vermeidbar.

Woran es hängt

Forecast-Genauigkeit

TelefonChat
Woran es hängt

Wie weit der erwartete vom tatsächlichen Wert abweicht.

Abweichung=1ni=1n|istiplani|isti×100\text{Abweichung} = \frac{1}{n}\sum_{i=1}^{n} \frac{|\text{ist}_i - \text{plan}_i|}{\text{ist}_i} \times 100

Die Ebene

Auf Intervallebene, nicht auf Monatsebene. Ein Monatswert kann stimmen, während jeder einzelne Tag daneben liegt, weil sich die Fehler ausgleichen. Für die Besetzung ist der Monatswert wertlos.

Was der Wert ist

Ein Fehlermaß. Wer eine Genauigkeit berichtet, rechnet hundert minus Fehler und sagt das dazu; sonst liest jemand einen Fehler von fünf Prozent als Genauigkeit von fünf.

Fallen

Drei Stück. Der absolute Betrag ist wesentlich: Wer die Vorzeichen mitrechnet, lässt Über- und Unterschätzung sich aufheben und bekommt eine gute Zahl für einen schlechten Forecast. Deshalb gehört die Abweichung mit Vorzeichen als eigene Größe daneben, die Schlagseite. Zweitens ist die Formel bei einem tatsächlichen Volumen von null nicht definiert; Intervalle ohne Kontakte werden nicht stillschweigend übersprungen, sondern ausgeschlossen und gezählt, oder es wird volumengewichtet gerechnet: Summe der absoluten Abweichungen durch Summe der Istwerte, im Englischen WAPE. Und drittens gewichtet der ungewichtete Mittelwert kleine Intervalle so stark wie die Spitze, obwohl dort kaum Personal hängt.

Zielwert

Keiner, der sich übertragen ließe. Ein Wert ist erst mit Volumen, Ebene und Rechenweise vergleichbar. Fünf Prozent auf der Halbstunde eines großen Betriebs sind etwas anderes als fünf Prozent auf der Halbstunde eines kleinen. Wichtiger als der Wert ist, dass er überhaupt gemessen wird, denn ohne ihn lässt sich keine Reserve begründen.

Fluktuation

kanalunabhängig
Woran es hängt

Wie viele Menschen den Betrieb im Zeitraum verlassen.

Fluktuation=Abgänge im Jahrdurchschnittlicher Personalbestand×100
Nenner

Der durchschnittliche Bestand in Köpfen, nicht in Vollzeitäquivalenten. Und einschließlich befristeter Kräfte. Wer Befristungen herausrechnet, verbirgt genau die Gruppe mit der höchsten Abgangsquote.

Fallen

Der Jahreswert verdeckt die Verteilung. Ein großer Teil der Abgänge fällt in die ersten Monate. Die Zahl gehört deshalb getrennt nach Betriebszugehörigkeit geführt.

Zielwert

Kein Branchenwert taugt, weil die Betriebe zu verschieden sind. Brauchbar ist die eigene Historie und der Vergleich zwischen den eigenen Teams.

Schulungs- und Coachingzeit

kanalunabhängig
Woran es hängt

Welcher Anteil der bezahlten Zeit in Entwicklung geht.

Entwicklungsanteil=Stunden Schulung und CoachingAnwesenheitsstunden×100
Warum diese Zahl in der Liste steht

Sie misst eine Voraussetzung und kein Ergebnis. Ohne diese Zahl fällt erst über die Fluktuation auf, dass sie zwei Jahre lang gekürzt wurde.

Fallen

Geplante Zeit ist nicht stattgefundene Zeit. Gerechnet wird, was im Schichtplan als geleistet steht, nicht was eingeplant war.

Zielwert

Ein Anteil, der über die Monate stabil bleibt. Der absolute Wert ist zweitrangig, der Verlauf ist die Auskunft.

Was mit der Maschine dazukommt

Die folgenden fünf Größen entstehen erst, wenn ein Teil der Vorgänge maschinell läuft. Kapitel 32 begründet sie. Keine davon weist ein System von selbst aus.

Abschlussquote der Maschine

Maschine
Was mit der Maschine dazukommt

Welchen Anteil der angenommenen Vorgänge das System ohne Übergabe beendet.

Abschlussquote=ohne Übergabe beendetvom System angenommen×100
Zähler

Ohne Übergabe beendet. Beendet heißt hier nur, dass kein Mensch übernommen hat, und darunter fallen der Kunde, der auflegt, und der Dialog, der ins Leere läuft. Wer die Zahl als Erfolg lesen will, braucht den Zähler enger, bestätigt erledigt mit Buchung oder Nachweis, und die misslungenen Buchungen daneben.

Nenner

Alle vom System angenommenen Vorgänge. Genau hier fehlt in Anbieterangaben regelmäßig die Angabe, wovon gerechnet wird.

Fallen

Beendet heißt nicht gelöst. Ein Kunde, der auflegt, hat den Vorgang ebenfalls beendet.

Zielwert

Keiner ohne die nächste Zahl daneben.

Misslungene Buchungen

Maschine
Was mit der Maschine dazukommt

In wie vielen Fällen die Zusage an den Kunden im Fachsystem nicht ankam.

misslungene Buchungen=Vorgänge ohne den Eintraggeprüfte Vorgänge mit Zusage×100
Wie sie entsteht

Durch eine Stichprobe. Gezogen werden maschinell abgeschlossene Vorgänge, geprüft wird der Zustand im Fachsystem gegen die Zusage im Mitschnitt.

Fallen

Diese Zahl entsteht nur, wenn jemand sie einrichtet. Kein System meldet von sich aus, dass es etwas versprochen und nicht getan hat.

Zielwert

Null, ohne Toleranz, weil jede fehlende Buchung eine falsche Zusage an einen Kunden ist.

Übergabequote

Maschine
Was mit der Maschine dazukommt

Welcher Anteil der maschinell begonnenen Vorgänge an einen Menschen geht.

Die zweite Zahl dazu

Der Anteil der Übergaben, in denen der Kunde seine Sache erneut erzählt. Diese Zahl misst den Kontextverlust und ist die aussagekräftigere von beiden.

Fallen

Eine niedrige Übergabequote ist ohne die Wiederkontaktquote kein gutes Zeichen. Sie kann auch bedeuten, dass Kunden aufgeben.

Zielwert

Für die erste Zahl keiner. Für die zweite null.

Wiederkontakt nach maschineller Bearbeitung

Maschine
Was mit der Maschine dazukommt

Wie oft ein maschinell abgeschlossener Vorgang zurückkommt.

Der Vergleich

Gegen denselben Wert für dieselben Kontaktgründe in menschlicher Bearbeitung. Ohne diesen Vergleich sagt die Zahl nichts.

Fallen

Das Zeitfenster muss dasselbe sein wie bei der Erstlösung. Und der Kanal darf nicht begrenzt werden: Ein Kunde, dem der Chatbot nicht half, ruft an.

Zielwert

Der Wert der menschlichen Bearbeitung. Liegt er darüber, verschiebt die Automatisierung Vorgänge, statt sie zu erledigen.

Bearbeitungszeit übernommener Vorgänge

Maschine
Was mit der Maschine dazukommt

Wie lange ein Mensch für einen Vorgang braucht, den eine Maschine begonnen hat.

Warum getrennt

Sie liegt regelmäßig darüber. Wer beide zusammenrechnet, sieht eine steigende Bearbeitungszeit und hält sie für ein Leistungsproblem.

Fallen

Diese Zahl ist die Grundlage für die Besetzungsrechnung aus Kapitel 15. Wer sie nicht führt, plant nach dem alten Mittelwert und plant zu knapp.

Zielwert

Keiner. Sie ist eine Planungsgröße, kein Leistungsmaß.

Zwölf Fallen, die überall auftreten

Die folgenden Fehler tauchen bei fast jeder Kennzahl auf. Wer sie einmal kennt, findet sie in jedem fremden Bericht.

  1. Erstens der Nenner. Jede Quote braucht die Angabe, wovon. Eine Zahl ohne Nenner ist keine Kennzahl.
  2. Zweitens die stille Schwelle. Abbrüche unter fünf Sekunden, Kontakte außerhalb der Servicezeit, Anrufe ohne Anliegen: Jede Ausnahme im Nenner hebt den Wert, und keine steht im Bericht.
  3. Drittens der Mittelwert über Extreme. Ein Monatswert im Ziel kann aus zwanzig guten und zwei sehr schlechten Tagen entstehen. Der Anteil der Intervalle im Ziel zeigt das, der Mittelwert nicht.
  4. Viertens die Selbsteinschätzung. Wo die bearbeitende Person selbst bewertet, ob gelöst wurde, liegt der Wert deutlich höher als bei einer Messung.
  5. Fünftens die Systemzahl. Jedes System bringt seine eigene Erfolgsquote mit. Sie beantwortet die Frage des Herstellers und nicht die des Betriebs.
  6. Sechstens die gewechselte Definition. Eine Zeitreihe über einen Definitionswechsel hinweg ist keine Zeitreihe. Der Wechsel gehört in der Reihe markiert.
  7. Siebtens die falsche Ebene. Eine Betriebsgröße auf eine Person heruntergerechnet bestraft jemanden für etwas, das er nicht beeinflusst.
  8. Achtens die Einzelzahl. Jede Kennzahl ohne Gegenstück wird optimiert, und zwar auf Kosten der Zahl, die daneben fehlt.
  9. Neuntens die zu kleine Stichprobe. Vier von fünf richtig ergibt keinen Wert von achtzig Prozent. Es ergibt einen Bereich, der von unter vierzig bis über neunzig reicht.
  10. Zehntens der Zielwert ohne Herkunft. Ein Zielwert, der aus einem Vortrag stammt, gilt für den Betrieb aus dem Vortrag.
  11. Elftens die veränderte Mischung. Fällt der einfache Teil der Vorgänge weg, steigen Bearbeitungszeit und Schwierigkeit, ohne dass jemand langsamer arbeitet.
  12. Zwölftens die Zahl ohne Vorzustand. Eine Verbesserung ohne festgehaltenen Ausgangswert ist eine Erinnerung.

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