Ich mache Customer Service, Contact Center und Telesales operativ besser.
Vom Aufbau auf der grünen Wiese bis zur Transformation bestehender Strukturen. Ich habe multilinguale Outsourcing-Einheiten mit mehreren hundert Mitarbeitenden gesteuert und kleine Inhouse-Teams von Grund auf aufgebaut, Dienstleister ausgewählt, angebunden und abgelöst. Zuletzt lag der Schwerpunkt im Outbound: Telesales von externen Partnern ins eigene Haus geholt, mit eigenem Team und eigenem Dialer.
Bis zu 370 FTE bei mehreren Dienstleistern gesteuert · ein Contact Center von null aufgebaut · COPC Registered Coordinator

des Tisches
Wo ich zuerst hinschaue
Zwei Beispiele aus dem Service, eines aus dem Outbound. In allen dreien lag die Antwort eine Stufe vor dem Gespräch: in der Systematik, in der Planung, in der Zuständigkeit. Dort ist am schnellsten etwas zu bewegen.
Als Erstes trenne ich Wiederholanrufe von Erstkontakten. In den meisten Berichten zählen sie als zwei Kontakte statt als ein ungelöster Fall, und damit sieht der Betrieb produktiver aus, als er ist. Mit einer sauberen Kontaktgrund-Systematik wird sichtbar, welche Fälle beim ersten Mal nicht abschließend beantwortet werden, und genau dort entstehen die Zweitanrufe.
Ich habe eine KI-Lösung für eingehende Anrufe eingeführt, und sie hat den Inbound spürbar entlastet. Gelernt habe ich dabei vor allem die Wechselwirkungen. Wenn die einfachen Fälle wegfallen, verändert sich alles dahinter: der Mix der übrigen Gespräche, ihre Dauer, die Anforderungen an die Leute und die Frage, woran man Qualität danach noch misst. Das plane ich seitdem von Anfang an mit ein.
Dreimal habe ich daraus eine eigene Einheit gemacht: eigenes Team, eigener Dialer, klare Zuständigkeit. Von Hand zu wählen kostet den halben Tag mit Warten und Anrufbeantwortern, und wo Outbound nebenbei mitlaufen soll, findet sich jeden Tag ein guter Grund, warum heute nicht. Mit eigener Mannschaft wurden aus liegengebliebenen Leads Gespräche.
Drei Felder, in allen dreien operativ verantwortet
Aufgaben, für die ich Budget und Personal hatte. Wie eine Zusammenarbeit aussehen kann, steht auf einer eigenen Seite.
Contact-Center-Betrieb
Aufbau und Führung von Service-Einheiten, telefonisch und schriftlich, ein- und mehrsprachig.
- Standortaufbau von null, bis zum ersten Kunden
- Qualitätssystem, mit dem Betriebsrat abgestimmt
- Mehrsprachige Teams, bis neun Länder
Dienstleistersteuerung
Auswahl, Vertrag und Steuerung von Partnern, national und international, von beiden Seiten des Vertrags.
- Ausschreibungen in Europa, Nord- und Südamerika
- Business Reviews und ein Benchmark über alle Anbieter
- Bonus-Malus, das beide Seiten nachrechnen
- Workforce Management beim Auftraggeber
Outbound und Telesales
Aufbau interner Einheiten für den Lead-Outbound, damit liegengebliebene Leads überhaupt angerufen werden.
- Ein eigenes Team, das nur dafür zuständig ist
- Dialer statt Wählen von Hand
- Anrufreihenfolge nach Lead-Alter und Erreichbarkeit
Was dabei herauskam
Lead-Qualifizierung ins eigene Haus
- Aufgabe
- Dreimal dieselbe Ausgangslage. Leads waren da, teils reichlich, aber ein großer Teil blieb liegen. Gewählt wurde von Hand, die Wiedervorlagen liefen auseinander, und zuständig war jeweils ein Team, das schon andere Aufgaben hatte. Wo Dienstleister im Einsatz waren, blieben sie unter ihren Möglichkeiten.
- Umsetzung
- Jedes Mal derselbe Weg. Ein eigenes Team, das ausschließlich für den Lead-Outbound zuständig ist, und ein Dialer, damit die Zeit ins Gespräch geht statt ins Wählen und Warten. Dazu Anrufreihenfolge und Erreichbarkeitsfenster nach Lead-Alter, Coaching am Arbeitsplatz und eine Vergütung, die erst gekoppelt wird, wenn die Messung steht.
Steuerung einer internationalen Outsourcing-Einheit
- Aufgabe
- Mehrere Dienstleister in mehreren Märkten, ohne gemeinsame Definitionen und ohne belastbare Kapazitätsplanung.
- Umsetzung
- Performance Management aufgesetzt, mit festem Berichtswesen, planmäßigen Business Reviews und einem Benchmark, der die Dienstleister untereinander vergleichbar machte. Dazu ein gemeinsames Kennzahlen-Glossar, ein eigenes WFM- und RTM-Team und die Auswahlverfahren für Europa, Nordamerika und Brasilien.
Tech-Support-Großaccount auf Standard gebracht
- Aufgabe
- Operative Verantwortung für den Account eines amerikanischen Premium-Technologieanbieters, 17 Team Manager, anstehende Rezertifizierung nach dem COPC-Standard.
- Umsetzung
- Steuerungs- und Qualitätsprozesse auf den Standard ausgerichtet, Führungsspanne neu geschnitten, Kennzahlen vereinheitlicht. Rezertifizierung bestanden.
Ein Contact Center auf der grünen Wiese
- Aufgabe
- Ein Logistikunternehmen wollte Kundenservice im eigenen Haus anbieten, statt ihn zuzukaufen. Vorhanden waren ein Budget und eine leere Fläche.
- Umsetzung
- Standort ausgewählt und eingerichtet, Telefonie und Technik beschafft, vierzig Plätze besetzt und eingearbeitet, Preise kalkuliert und die Vertragsentwürfe für die ersten Auftraggeber geschrieben. Danach der laufende Betrieb für Pay-TV und Versandhandel.
Längere Texte aus dem Betrieb
Dazu laufend kürzere Notizen auf LinkedIn.

Interview: „Der Kontaktgrund gehört nicht dem Service“
Drei Fragen von Chefredakteur Alexander Jünger: warum Serviceorganisationen ihr Kontaktvolumen kennen, die Gründe dahinter aber nicht, wie Bots Kontaktgründe unsichtbar machen und wer für vermeidbare Kontakte geradesteht.

Service Design im Kundenservice: vom Bearbeiten zum Gestalten
Warum die wirksamste Serviceverbesserung oft darin besteht, den Kontakt überflüssig zu machen, und welche Grundlagen dafür nötig sind.

Verbundene Ergebnislogik: Warum einzelne KPIs euch in die Irre führen
Kontrollpaare, Scheinsteuerung und die Frage, warum jede Service-Kennzahl eine zweite braucht, um vertrauenswürdig zu sein.

Ich habe Dienstleister gesteuert und Dienstleister geführt
Angefangen habe ich 2002 selbst am Telefon, in einem Elektronik-Onlineshop. Danach Teamleitung, Standortaufbau, Betriebsleitung. Später auf der anderen Seite: Auftraggeber, der Ausschreibungen schreibt, Verträge verhandelt und Dienstleister steuert.
Wer beide Seiten kennt, liest eine Ausschreibung anders und weiß, wo der Dienstleister rechnet. Das merkt man in Eskalationen.
- Über 20 Jahre Contact Center, Service und Telesales
- Stationen bei Zalando, Sitel, Convergys, FlixBus, IU und IUNworld
- COPC Registered Coordinator seit 2015
- Berlin, deutsch und englisch
Was steht bei Ihnen an?
Ein Gespräch reicht meistens, um zu sagen, ob ich der Richtige bin. Wenn nicht, sage ich das auch.
Aleksander Grosz